2007

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

bald fällt das letzte Kalenderblatt 2007, einem Jahr mit weltweiten vielseitigen negativen Na­tur­ereignissen und Katastrophen infolge des begonnenen Klimawandels. Wir blicken zurück und stel­len uns unterschiedliche Fragen. Die wohl für uns alle wichtigste ist, wie es um unsere Ge­sundheit steht, denn sie ist ausschlaggebend für die Lebensgestaltung im nächsten und in fol­genden Jahren. Eine weitere Frage könnte sein: „Hat das vergangene Jahr das gebracht, was unseren Vorstellungen entsprach?“ Es gibt Dinge, an die wir uns gerne erinnern, kei­nes­falls aber an Schicksalsschläge, die viel Kraft und Lebensmut nahmen.

Als Sprecher des Seniorenbeirats der ehemaligen Postler des früheren Postamtes Aachen stelle ich Ihnen einige Fragen zum Jahreswechsel hinsichtlich der Betreuung unserer ehe­ma­li­gen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns alle, auch Sie, angehen:

Fühlen Sie sich nach der Privatisierung der Post überhaupt noch der früheren „Postfamilie“ verbunden?
Ist Ihnen an der Postlergemeinschaft und an den Kontakten miteinander noch etwas ge­legen?
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob Ihr Seniorenbeirat noch lange be­ste­hen wird und was hiernach folgt?

Hier sind in den vergangenen Jahren seiner Tätigkeit ohnehin nicht schließbare Lücken ent­standen. Seit dem Abbau und Wegfall der Sozialbetreuung und dem Wegfall aller örtlichen Verbindungsstellen für die ehemaligen Beschäftigten waren und sind wir im Seniorenbeirat überfordert und können nur kleine Betreuungsaufgaben durchführen, vorausgesetzt, dass auch künftig Kolleginnen und Kollegen freiwillig hierzu bereit sind. Ihr Seniorenbeirat in Aachen mit Helferinnen und Helfern blickt im Jahr 2008 auf 24 Jahre Tätigkeit zurück. Hier geben wir Ihnen zu bedenken, dass inzwischen 7 Seniorenbeiratsmitglieder 80 Jahre und älter und 5 weitere die 2. Hälfte des 7. Lebensjahrzehnts überschritten haben. Wenn auch das Alter nicht allein, sondern vielmehr die Gesundheit jedes Einzelnen über die Ausübung der Betreu­ungsaufgaben entscheidet, so haben leider auch schon eine Reihe Lebensjüngere nicht mehr die für die vorgegebenen Aufgaben erforderliche Gesundheit oder tragen schwer mit an der Erkrankung ihres/ihrer Ehegatten/in. Sie können daher nur sehr begrenzt mitarbeiten. Darüber hinaus stellen wir uns die Frage, wie wird unsere Tätigkeit und unser Bemühen von Ihnen gewertet? Sicherlich ist Ihnen bekannt, dass wir bei allen herausgehobenen Altersjubiläen und wenn gewünscht, auch Krankenbesuche machen. Unser bescheidener Veranstaltungskalender weist jährlich eine Tagesfahrt im Frühjahr, ein Seniorentreffen im Sommer sowie die Vorweihnachtsfeier im Dezember aus. Ihr Seniorenbeirat war und ist bemüht, diese bestens und möglichst preisgünstig zu gestalten. Umso betrüblicher und bedauerlicher ist es festzustellen, dass diese unsere Angebote nur noch wenig Anklang finden, wenn man bedenkt, dass in der Stadt Aachen über 800 Postruheständler leben. Uns ist wohlbekannt, dass viele dieser Kolleginnen und Kollegen gleichfalls nicht mehr gesund und daher nicht mehr an Fahrten, Treffen und Feiern teilnehmen können. Hierfür haben wir volles Verständnis, jedoch nicht für den großen Kreis unserer früheren Kolleginnen und Kollegen, die nichts mehr von ehemaligen Postlern wissen wollen. Das kann und muss natürlich jeder selbst entscheiden. Für uns freiwillig und ehrenamtlich tätigen Seniorenbeiratsmitglieder ist es jedoch sehr betrüblich festzustellen, dass bei unseren vielen Mühen, möglichst alles schön zu gestalten und hierbei viel Freude zu schenken, die Anzahl der Teilnehmer an Fahrten in den letzten 10 Jahren von 141 auf 47 und die der Weihnachtsfeier von 200 auf 123 zurückgegangen ist.

Wir im Seniorenbeirat sind dessen ungeachtet bereit, solange es unsere Gesundheit zulässt, die übernommenen Betreuungsaufgaben wie bisher fortzuführen. Sie könnten und würden uns erfreuen und ermutigen, wenn Sie unsere Angebote annehmen würden. Unsere dringende seit Jahren ausgesprochene und mitgeteilte Bitte um Hilfe durch lebensjüngere und tatkräftige Kolleginnen und Kollegen für die Seniorenbetreuung gilt weiter. Bedenken Sie bitte, ein jeder von Ihnen, ob er will oder nicht, entscheidet mit über das Fortbestehen unserer bisher schönen ehemaligen Postlergemeinschaft.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen für das Jahr 2008 recht gute Ge­sund­heit und Gottes reichen Segen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ihr Hubert Hermanns

 

Wissenswertes über ehemalige Postler 

Viele gehen krank zur Arbeit.

Seit 1990 hat sich der Krankenstand halbiert. Im Jahre 2006 fehlte der durchschnittliche Ar­beit­nehmer nur 7 Tage krankheitsbedingt. Die Krankenstände sind in den letzten 10 Jahren um 20 % gesunken. Ein Drittel der Arbeitnehmer geht auch gegen den ausdrücklichen Rat es Arz­tes zur Arbeit. 

Altersgerechter Wohnungsumbau ein Milliardenmarkt

In NRW leben schon jetzt in jeder dritten Wohnung rund 8 Mio. Menschen, die älter als 60 Jah­re sind. Würden in jede dieser Wohnungen 20.000 € für seniorengerechten Umbau in­ves­tiert, könnte das Handwerk sich über Aufträge in Höhe von 58 Mrd. freuen. Knapp die Hälfte der 2,9 Mio. Wohnungen mit Menschen über 60 Jahre sind im Eigentum der Bewohner. 

Staatsschulden liegen bei insgesamt 7,2 Billionen Euro.

Das Staatsdefizit wird unterteilt in explizite Staatsschulden in Höhe von rd. 1,5 Billionen Euro, die zu verzinsen und zu tilgen sind. Eine weit größere Summe sind die „Unverbuchten Ver­bindlichkeiten“. Dabei handelt es sich bei Bund und Ländern um die gesetzlich fest­ge­leg­ten Pen­sionszahlungen für Beamte (bis 2040 gerechnet) 1,0 Billionen Euro und um die Aus­gleichs­zahlungen an die Rentenkassen (derzeit etwa 80 Mrd. jährlich) auf 25 Jahre gerechnet rd. 2 Billionen Euro. Hinzu kommen unterlassene Vorsorgebeträge für Neuinvestitionen, Re­pa­raturen und Ersatzbeschaffungen von technischen Anlagen, wie Straßen- und Brückenbau. 

Telekom auf dem Wege zum Super-Gau

Jährlich fallen im Schnitt 10.000 Stellen weg. Diesen Trend verstärkt die Absicht, nunmehr 45.000 Telekom-Beschäftigte der Festnetzsparte in eine eigene Servicegesellschaft aus­zu­glie­dern mit längerer Arbeitszeit und niedrigeren Löhnen. 

Brief- und Paketdienst der Deutschen Post AG wieder integriert

Im Dezember 2006 hat der Vorstand der Post AG entschieden, den „Bereich Deutschland“ in den Unternehmensbereich „Brief“ zu integrieren (Brief- und Paketbereich wieder zu­sam­men­zu­le­gen). Das heißt, was vor 10 Jahren getrennt wurde, wird nun wieder vereinigt. Die 13 Nie­der­lassungen Express verlieren ihre Selbstständigkeit und werden auf die 49 bestehenden Nie­der­lassungen Brief aufgeteilt.

 

Erfolgreicher Jahresabschluss 2006 der Deutschen Post World Net

Für das Geschäftsjahr 2006 zieht die Deutsche Post eine positive Bilanz und stellt eine Er­hö­hung der Dividende auf 75 Ct in Aussicht. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit stieg um 2,9 % auf 3,87 Mrd. Euro. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 35,8 % auf 60,55 Mrd. Euro. Für das Jahr 2007 rechnet der Konzern mit einem positiven Geschäftsverlauf und einem Um­satz von 3,6 Mrd. Euro.

 

Telekom-Konzern stellt freiwillige Sozialleistungen ein.

Die Konzernspitze Telekom hat die im Rahmen von freiwilligen Sozialleistungen an ihre Ru­he­standsbeamten und Telekom-Rentner ab dem 65. Lebensjahr gewährten Glückwünsche zum Geburtstag ab 01. März 2007 aufgrund intensiven Wettbewerbs und ständig wachsenden Kostendrucks eingestellt.

 

 

Die Aachener Presse berichtete über die Post AG

in der Zeit von März bis Oktober 2007 

 

März                        Schimmelmann tritt als Postbank-Chef ab

                        Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Wulf von Schimmelmann, hat vorzeitig seinen Rücktritt erklärt. Nachfolger soll der bisherige Vorstand Wolfgang Klein werden. Für den Rückzug sind private Gründe genannt worden.

 

                        Samstags keine Post? Verbraucher vermuten teuren Extradienst

                        Postchef Zumwinkel hatte ein Ende der Briefzustellung an Samstagen selbst ins Ge­spräch gebracht. Die Post denkt intensiv darüber nach, Kunden nur an fünf Tagen zu beliefern. In Erwartung neuer Konkurrenz nach dem Wegfall des Briefmonopols 2008 könne die Post ein Sechstel der Briefträger einsparen. DVPT-Vorstand Elmar Müller vermutet, die Post wolle die Verordnung umgehen, indem sie einen Expressdienst gründet, der die Samstagzustellung zu höheren Gebühren für den Absender übernimmt.

 

                        Postbank rechnet mit einer Million neuer Kunden

                        Nach einem Rekordjahr ist jetzt Kontinuität angesagt. Gewinnsprünge um 31 % auf 941 Mio. Euro. Eine Übernahme des Instituts durch andere steht nicht zur Debatte. Schimmelmann: „Alles bleibt so, wie es ist.“ Ich habe es immer als erstrebenswert empfunden, zu gehen, wenn es am schönsten ist und nicht dann, wenn alle anderen es schöner fänden, wenn man ginge. Das Programm, was für 2007 vorgenommen wird, heißt Evolution.

 

                        Post denkt an weniger Service in Kleinfilialen

                        Die Deutsche Post will ihr Angebot in kleinen und ländlichen Filialen nach dem Wegfall des Monopols einschränken. Die Post werde in vielen Filialen nur noch „ganz rudimentäre Produkte“ anbieten. Spezielle Leistungen, wie Wert-, Express- oder Nachnahme können die Kunden dann vergeblich in kleinen Poststellen suchen. Das jetzige Filialnetz soll auch nach dem Wegfall des Monopols bestehen bleiben. Das Dienstleistungsspektrum könne jedoch in kleinen Filialen verringert werden.

 

                        Der Post gehen die Briefe aus

                        Zunehmende Konkurrenz durch Billig-Anbieter, E-Mail, Fax, SMS und Internet. Klaus Zumwinkel sieht Gefahr für Tausende von Arbeitsplätzen. Ein Rückgang des Volumens beim klassischen Brief in Deutschland von 3 % (rd. 250 Mio. Sendungen) bedeuten 3 % weniger Umsatz bei der Post und rd. 5.000 weniger Arbeitsplätze. Bei einer völligen Marktöffnung und Lohndumping der Konkurrenz könne der Post zusätzlich ein Umsatzrückgang beim Brief von etwa 20 % drohen, sagte Zumwinkel. Dann stehen weitere 32.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

 


März Post plant höheres Porto

                        Zumwinkel verweist auf Fortfall des Briefmonopols, die Kunden müssen mit steigenden Preisen rechnen. Sollte wie geplant im Jahre 2008 das Briefmonopol fallen, werde das Porto eines Standardbriefs von 55 auf 65 Cent steigen. Die Post ist derzeit von der Mehrwertsteuer befreit. Bei der Liberalisierung muss der Konzern, wie auch die privaten Konkurrenten 19 % Mehrwertsteuer zahlen. Zumwinkel betonte, dass der Serviceumfang auch nach der Liberalisierung nicht eingeschränkt werde. 12.000 Filialen und 108.000 Briefkästen bleiben erhalten und weiter an sechs Tagen von Montag bis Samstag werden Briefe zugestellt. Das ist die Garantie der Post, sagte Zumwinkel.

 

                        Post startet bundesweit mit der Paketbox

                        Die Posttochter DHL will bis Sommer 2007 tausend Paketboxen bundesweit aufstellen, in die Kunden bereits frankierte Päckchen und Pakete einwerfen können. Auch die Zahl der 800 Paketstationen, an denen Kunden Pakete abholen, will DHL auf rd. 1.000 erhöhen.

 

April Ende des Jahres fällt das Briefmonopol

                        Das Briefmonopol der Post wird zum Ende des Jahres fallen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Kurt Beck verständigten sich darauf, das Monopol des Konzerns für Briefe unter 50 g wie geplant zum 1. Januar 2008 abzuschaffen. EU-weit sollen die Postmärkte erst 2009 geöffnet werden.

 

Mai Die Post will auch am Sonntag Geld verdienen

                        Mit Blick auf den verstärkten Wettbewerb wird die Post möglicherweise künftig auch sonntags Zeitungen, Magazine oder Kataloge zustellen. Mit einem auserwählten Kundenkreis soll dabei ein tragfähiges Konzept entwickelt werden. An einen Wegfall der Samstagzustellung sei nicht gedacht. Die Post verfolge die Strategie, Verluste an Marktanteilen in Deutschland durch Gewinne in anderen Ländern auszugleichen.

 

                        Änderungen in der Postführung

                        Der Vertrag des Postvorstandschefs Klaus Zumwinkel läuft Ende 2008 aus. In der Post­führung rückt Frank Appel (45) auf und ist für die vielfältigen Aufgaben des internationalen Briefgeschäftes und für wichtige Regulierungsaufgaben vorgesehen. Er gilt damit als aussichtsreicher Nachfolger von Zumwinkel. Jürgen Gerdes (42) rückt nach einem Beschluss des Aufsichtsrates als neuer Chef für das nationale Brief- und Paketgeschäft in den Vorstand des Konzerns auf.

 

                        Postbank erwartet harten Wettbewerb

                        Der scheidende Vorstandschef Wulf von Schimmelmann sagte, erstmals wolle die Postbank in diesem Jahr eine Mio. Neukunden gewinnen. 2006 war die Kundenzahl auf rd. 14,6 Mio. angestiegen. Die Deutsche Postbank will auch bei hartem Wettbewerb weiter wachsen.

 

Mai Postprotest:  Viele Briefkästen bleiben leer

                        Etliche Briefkästen in Aachen blieben am Montag, dem 14. Mai, leer, weil viele Zusteller nach Berlin gefahren waren. Dort demonstrierten sie mit mehr als 20.000 Postbediensteten für eine zeitgleiche Marktöffnung der Postdienste in allen Ländern der EU. Bei einer vorschnellen Öffnung des deutschen Postmarktes drohe der Verlust von 32.000 Arbeitsplätzen warnte Ver.di. Rd. 800 Postler aus Aachen und Köln hatten sich dem Berliner Protest angeschlossen.

 

                        Post baut bis zu 1.000 Stellen ab

                        Mit der Zusammenlegung der Brief- und Paketsparte spart die Deutsche Post AG, Bonn, 800 bis 1.000 Arbeitsplätze ein. Von den Stellenstreichungen seien Mitarbeiter im Verwaltungsbereich betroffen. Der Abbau erfolge sozialverträglich durch Jobangebote im Konzern. Subunternehmen der Posttochter DHL erhalten künftig 20 % weniger für die Auslieferung von Paketen. Betroffen sind hier­durch knapp 100 Subunternehmen in den 880 Zustellbezirken, in denen die Post Dritte für die Auslieferung einsetzt.

 

                        Armutslöhne für Briefträger

                        Die Liberalisierung des Postmarktes hat nach einer Studie zu Armutslöhnen und miss­lichen Beschäftigungsverhältnissen in der Branche geführt. Bei den 750 neuen Konkurrenten der Deutschen Post arbeiteten 60 % der rd. 46.000 Beschäftigten als Minijobber. Bruttostundenlöhne von etwas über 5 € sind keine Seltenheit. Viele der neuen Briefträger  sind zusätzlich auf Arbeitslosengeld  II angewiesen.

 

Juni Zum Sterben zuviel, zum Überleben zuwenig

                        Briefträger bei privaten Dienstleistern sind oft auf Arbeitslosengeld II angewiesen, pro Brief nur 12 Cent.

                        Hier handelt es sich um Beschäftigungsformen, die durch Unsicherheit, Instabilität und Abhängigkeit charakterisieren. Aktuell arbeiten bei den neuen Briefdienstleistern rd. 45.000 Menschen, in der Mehrzahl als Minijobber. Gleichzeitig hat die Post seit 1999 rd. 33.000 Vollzeitarbeitsplätze abgebaut. Geht der Bund nicht gegen die Billigkonkurrenz vor, so Postchef Zumwinkel, drohe der Verlust von 32.000 Jobs.

 

                        Post will mit Postpoints die Erreichbarkeit verbessern

                        Die Post will mit rd. 600 neuen Minifilialen in Einzelhandelsgeschäften die Versorgung der Bevölkerung verbessern – zunächst im Probetrieb – und gegenüber der Konkurrenz die „erste Wahl“ bleiben. In den Postpoints gibt es nur ein begrenztes Grundangebot für die Kunden. Mit dem Filialformat sei die Post künftig bis zum Jahresende mit mehr als 13.000 Standorten vertreten. Einige Postpoints sind auch in der Region Aachen geplant. Die Post AG ist im Zuge ihres Monopols nach staatlichen Auflagen zu 12.000 festen Standorten verpflichtet. Sie unterhält zur Zeit etwa 12.500, hiervon allerdings bereits mehr als 7.000 private Agenturen. Auch eigene Filialen wurden in den vergangenen Jahren vielfach zu kleineren Post-Service-Shops – inzwischen rd. 3.700 – abgespeckt. 


Juli Mindestens 5 Mal in der Woche Post

                        Die Öffnung des Briefmarktes der EU verschafft privaten Anbietern und Kunden in Deutschland viele Vorteile. Der Verbraucher kann beruhigt sein. Auch in Zukunft wird er mindestens 5 Mal in der Woche seine Post nach Hause geliefert bekommen. Briefe dürfen nach der Reform nicht liegen bleiben, das ist die wichtigste Konsequenz der Marktöffnung, die europaweit 2011 und in Deutsch­land sogar schon 2008 in Kraft tritt, wenn sich die große Koalition darauf einigt. Dann dürfen neben der gelben Post auch die privaten Zustelldienste loslegen, die längst in den Startlöchern für den heiß umkämpften 10-Milliardenmarkt bei Sendungen bis 1.000 Gramm stehen. Seit 1999 wurden 46.000 neue Jobs geschaffen, während die Post AG im gleichen Zeitraum 29.000 Arbeitsplätze abgebaut hat. Der Trend geht weiter.

 

August Beispielloser sozialer Kahlschlag – Post in EU vor Scherbenhaufen

                        Auf dem deutschen Briefmarkt müsse einem beispiellosen sozialen Kahlschlag Einhalt geboten werden, forderte Postvorsitzender Zumwinkel, andernfalls seien bei der Post 32.000 Stellen in Gefahr. Er forderte die zügige Einführung eines Mindestlohnes und einen allgemein gültigen Tarifvertrag für die Postbranche. Es gehe nicht an, dass die Post pro Jahr 2,3 Mrd. Euro in die Sozialkassen einzahle, während die privaten Wettbewerber sich über Niedriglöhne und Transferleistungen aus den Sozialkassen ihre Marktpräsenz von uns bezahlen lassen.

 

                        Tauschgeschäft um die Post – Mindestlohn für die Branche – Briefmonopol fällt

                        Die Union stellt ihre Bedenken gegen Mindestlöhne bei den Postdienstleistungen zurück. „Im Gegenzug“ will die SPD akzeptieren, dass das Briefmonopol zum Ende des Jahres falle. Das Ringen um Wettbewerb und Standort im Postmarkt geht damit in die nächste Runde. Jetzt sind die Tarifpartner am Zug.

 

                        Umbau der Postbank in Aachen am Kapuzinergraben

                        Das Postbankcenter am Kapuzinergraben wird bis Mitte/Ende Oktober umgebaut. Während dieser Arbeiten werden die Post- und Postbankleistungen in einer Ausweichfiliale „An den Frauenbrüdern 1“ angeboten.

 

September Mindestlohn für die Postbranche

                        Erstmals ist für die Postbranche zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und dem Arbeitgeberverband AGV ein Mindestlohn ausgehandelt worden. Der Mindestlohntarifvertrag soll für die rd. 200.000 Beschäftigten der Postdienstbranche gelten. Vereinbart wurden mindestens 9,80 € pro Stunde für Briefzusteller im Westen und 9 € im Osten.

 

                        Deutsche Post AG will Packstationennetz flächendeckend ausbauen

                        Bis Ende 2009 sollen zu den bereits rd. 900 Packstationen nochmals 1.500 Automaten hinzukommen. Rd. 90 % der Bevölkerung könnten dann eine der 2.400 Packstationen innerhalb von 10 Minuten erreichen und rund um die Uhr Pakete und Päckchen verschicken und empfangen.

 


September Lufthansa und Post AG gründen Frachtflugtochter

                        Mit einer gemeinsamen Frachttochter wollen die Lufthansa und die Deutsche Post AG ihre Zusammenarbeit ausbauen. Das Gemeinschaftsunternehmen werde seinen Sitz in Leipzig haben. Damit besteht die viertgrößte Frachtfluggesellschaft in Europa. Die Flugzeuge sollen Ziele vor allem in Asien sowie in USA anfliegen. Beginn des Flugbetriebs ist für April 2009 geplant.

                        Die Deutsche Post AG richtet mehr Minifilialen ein

                        Ab 2008 wird es mit den neuen „Postpoints“ in Läden deutschlandweit mehr als 13.000 Filialstandorte geben. Zu den 12.600 etablierten Filialen kommen rd. 900 der neuen „Postpoints“ mit dem Grundangebot, Briefe, Päckchen und Pakete anzunehmen und Brief- und Paketmarken zu verkaufen.

Oktober Neues Konzept der Postbank

                        Die Postbank will sich im hart umkämpften Privatkundengeschäft mit einem neuen Filialkonzept behaupten. Das neue Konzept soll von Anfang 2008 an bundesweit in den mittlerweile 855 Finanz-Centern umgesetzt werden, die Produkte der Post dabei aber nicht vernachlässigt werden. Außerdem will die Postbank an ihren Schaltern auch Veranstaltungstickets verkaufen. Für die Kunden sollen sich vor allem die Wartezeiten an den Schaltern verkürzen. Rund 90 % der Besucher in den Filialen sind noch keine Kunden.

                        Bundesrat segnet Mindestlohn bei der Post ab

                        Die Aufnahme der Briefleister in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz hat weitere Hürden genommen. Der Bundesrat erhob keine Einwände gegen den Gesetzesent­wurf der Bundesregierung, mit dem Briefträger einen Mindestlohn erhalten sollen. Anträge zur Einführung flächendeckender Mindestlöhne lehnte die Unionsmehrheit ab.

                        Koalition streitet ums Geld für Briefzusteller

                        Im Streit um einen Mindestlohn für Briefdienste hat SPD-Chef Beck ein Machtwort der Kanzlerin gefordert. Er erwarte nicht mehr und nicht weniger, als dass Merkel „das gegebene Wort einhält und dafür sorgt, dass auch die Union es einhält“. Die Union hat große Zweifel und mahnt eine „saubere Lösung“ an. Es müssten noch zahlreiche Fragen geklärt werden. Müntefering (SPD) geht davon aus, dass zum 1. Januar 2008 ein verbindlicher Mindestlohn für alle Briefdienste eingeführt wird. Der Bundestag debattierte erstmals über die Ausweitung des Entsendegesetzes auf Briefdienste, die der erste Schritt für den Mindestlohn ist.

                        Postbank Finanz-Center im Kapuzinerkarree Aachen wieder geöffnet

                        Das Ziel, die Kunden innerhalb von 5 Minuten zu bedienen, ist im neuen Postbank-Finanz-Center im Kapuzinerkarree seit 25.10.2007 erreicht, formuliert Filialleiter Frank Herrmann. Neben Stärkung der Bankdienstleistungen steht eine kundenfreundlichere Organisation und Abwicklung im Vordergrund. So sollen lästige Schlangenbildungen vor den Postschaltern künftig durch das numerische Kundenrufsystem vermieden werden. Wer trotzdem mal warten muss, kann auf die neue Sitzgruppe mit Kaffeeautomat und Wasserspender zurückgreifen. Auch wenn die Filiale mehr Bank als Post geworden ist, bieten die knapp 30 Angestellten neben Bankgeschäften immer noch alle Leistungen um Briefe und Pakete an. Man kann also alles erledigen, betont Pressesprecher Rainer Enzer.

Post-Mindestlohn entzweit die große Koalition

                        Der Streit über den Mindestlohn für Postzustellung ist erneut entflammt. Der von der Post AG und der Gewerkschaft Ver.di ausgehandelte Mindestlohntarifvertrag erfüllt nach Auffassung der Union nicht die Bedingungen für eine branchenverbindliche Lohnuntergrenze. Die CDU fordert daraufhin, den Tarifvertrag neu zu verhandeln. Arbeitsminister Müntefering pochte auf Einhaltung der Vereinbarungen, zeigte sich aber gesprächsbereit. Kanzlerin Merkel steht zu den in der Koalition getroffenen Vereinbarungen über die Einführung eines Post-Mindestlohnes zum 1. Januar 2008. Sie sehe aber noch Fragen offen.

 

 

Tagesfahrt der Aachener Postsenioren zur Domstadt Köln

Am 22. Mai 2007 fuhren 47 Seniorinnen und Senioren mit dem Omnibus der Fa. Hammes nach Einladung des Seniorenbeirates nach Köln. Nach einstündiger Fahrt ohne jeden Stau auf der stark befahrenen Bundesautobahn 4 gelangten wir zur Spitze der Rheinau-Hafenanlage, die zurzeit eine Großbaustelle ist. Das Schokoladenmuseum wurde aufgesucht. In Gruppen aufgeteilt zeigte und erklärte man uns auf drei Museumsebenen die Kulturgeschichte der Schokolade während einer Zeitspanne von 3.000 Jahren bis zur heutigen Hochtechnik und dem Fertigprodukt der Tafelschokolade. Nach der Besichtigung war die Wegstrecke bis zur Brauereigaststätte „Malzmühle“ nicht weit. Nach à la carte konnten alle das gewünschte Mittagsmahl wählen. In der Zwischenzeit servierte der traditionell blaugeschürzte Köbes die schmackhaften Kölsch-Malzbierstäbchen. Alle waren mit dem guten preiswerten Essen und der zügigen freundlichen Bedienung zufrieden. Pünktlich, wie vorgesehen, brachte der Omnibus uns zur Anlegestelle an der Hohenzollern-Rheinbrücke. Dort bestiegen wir das Boot, das uns eine Stunde bei sehr schönem sonnigen Wetter entlang der sehenswerten Altstadt Kölns Richtung Rodenkirchen und zurück fuhr. Auf dem Oberdeck des Bootes herrschte frohe Stimmung und reger Gedankenaustausch. Nach der Schifffahrt konnten alle Fahrtteilnehmer drei Stunden Zeit bis zur Rückfahrt, wie gewünscht, frei in Köln verbringen. Da eine leichte Gewitterschauer den von vielen Seniorinnen und Senioren geplanten Spaziergang am schönen Rheinufer durchkreuzte, boten Dombesuch, Hohe Straße und Cafés bei Kaffee und Kuchen Abwechslung. Um 18.00 Uhr, wie geplant, war die Rückfahrt nach Aachen ab Busbahnhof Köln. Auf dem Rückweg über die Autobahn überraschten uns Gewitterausläufer, die sehr großen Schaden in der früheren Hauptstadt Bonn angerichtet hatten, auf dem Streckabschnitt bis Düren. Der Regen prasselte so stark, dass unser Fahrer die Fahrtgeschwindigkeit verringern musste. Auf der Strecke Düren-Aachen waren keine Regengüsse niedergegangen. Wohlauf erreichten alle gegen 19.30 Uhr den Ausgangspunkt unserer Fahrt und dankten dem Fahrer und den für die Fahrt Verantwortlichen des Seniorenbeirates für den sehr schönen ab­wechs­lungs­reich gestalteten Tag. 

Postseniorentreffen am 15. August 2007 in Aachen

Der Einladung mit der eindringlichen Bitte des SBR, doch an dem jährlichen Treffen und Wie­dersehen teilzunehmen, solange es noch möglich ist, folgten in diesem Jahr erfreulicherweise 19 Kolleginnen und Kollegen mehr als im Vorjahr.

Der Sprecher des SBR Hubert Hermanns begrüßte alle recht herzlich im Namen des gesamten Se­niorenbeirates mit dem Wunsche, miteinander einige schöne Stunden zu verbringen. Alle ließen sich den selbstgebackenen Kuchen im Hause Kommer gut schmecken. Es herrschte ein reger Gedankenaustausch mit den Tischnachbarn bei froher Stimmung, der durch Vorträge der Sprecher H. Hermanns und Breil unterbrochen wurde. Kollege Hermanns berichtete über Schwerpunkte der Seniorenbetreuung und zog hierbei Vergleiche mit SBR im Bereich Köln. Er bedauerte sehr, dass es seit Jahren wegen zu geringer Beteiligung nicht mehr möglich war, gemeinsame Gruppenfahrten des Erholungswerkes von Aachen durchzuführen. Aufzeichnungen des SBR Aachen aus den Jahren 1987, 1997 und 2007 über durchgeführte Fahrten, Seniorentreffen und Weihnachtsfeiern zeigen deutlich, dass die Angebote und das Bemühen des SBR um Teilnahme hieran von Jahr zu Jahr von den Seniorinnen und Senioren weniger angenommen werden. Der SBR ist jedoch trotz aller Erschwernisse weiterhin gewillt, die Betreuungsaufgaben, wie in den Richtlinie des Betreuungswerkes vorgegeben, fortzusetzen, um die Gemeinschaft der ehemaligen Postler zu erhalten und zu fördern.

Zwei Vertreter der Vereinigten Post-Versicherung (VPV) informierten über ein allumfassendes, leistungsstarkes Versicherungskonzept. Nach diesen Informationen vergingen bei froher Unterhaltung die Stunden des schönen Beisammenseins allzu rasch.